Freiwilliges Engagement deutschlandweit im Aufwind – EhrenamtForen stärken Ehrenamtliche

03.02.2017

Immer mehr Menschen setzen sich für das Wohl anderer ein. Auch in Schleswig- Holstein. Mit einem Anteil von gut 43 % der Wohnbevölkerung ab einem Alter von 14 Jahren sind die Schleswig-Holsteiner für andere da und haben auch noch Spaß dabei. Dieser Spaß an der Sache wird auch zum Start der EhrenamtForen Schleswig-Holstein sichtbar. Sieben Veranstaltungen werden auch im Februar und März dieses Jahres zahlreiche Interessierte anlocken.

Schirmherrin und Sozialministerin Kristin Alheit kann stolz auf die erfolgreichen EhrenamtForen

und EhrenamtMessen der vergangenen Jahre zurückblicken. Deutschlandweit steigt der Anteil freiwillig engagierter Menschen laut viertem Freiwilligensurvey 2014, herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ein Grund sei die Thematisierung des freiwilligen Engagements in Öffentlichkeit und Politik. „Ich freue mich, dass das Ehrenamt mit den EhrenamtForen Schleswig-

Holstein erneut für einige Wochen ganz groß geschrieben wird und noch mehr Aufmerksamkeit erhält“, sagte Ministerin Alheit zum Start der EhrenamtForen.

Die EhrenamtForen Schleswig-Holstein stellen traditionell vor allem Themen in den Mittelpunkt, die ehrenamtlich Engagierte bei ihrer täglichen Arbeit beschäftigen. Die Mehrheit engagiert sich in Vereinen, Verbänden, Initiativen oder Kirchen. Dieses Jahr können Interessierte sich über Möglichkeiten der Qualifizierung und persönlichen Entfaltung, rechtliche und organisatorische Dinge, aber auch eine mögliche Überforderung informieren. „Der Spaß am Ehrenamt sollte erhalten bleiben, damit die Motivation nicht nachlässt“, unterstreicht die Leiterin des EhrenamtNetzwerks Schleswig-Holstein Susanne Böttger.

Spaß am Engagement hat, wer achtsam mit sich und seiner Umgebung umgeht. In Schleswig stellt das Projekt-Team unter dem Titel „Achtsamkeit und Widerstandsfähigkeit“ jeden Einzelnen in den Blickpunkt des Interesses. „In der Ruhe liegt die Kraft“, doch wie wird aus Theorie Praxis? Am 3. Februar gibt es im Ständesaal des Schleswiger Rathauses Antworten. Im Flensburger Rathaus wechseln einander Vorträge und kurze Workshops ab. Die Ergebnisse erhalten die Teilnehmer noch während des EhrenamtForums. In Kiel steht die Frage nach der Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements im Mittelpunkt, während die Neumünsteraner Auslandserfahrungen fördern möchten. Wer Interesse am Blick über die Landesgrenzen hinaus hat, sollte sich den 2. März im Kalender notieren und das Caspar-von-Saldern-Haus in Neumünster besuchen.

In Bad Bramstedt setzen sich die EhrenamtForen-Teilnehmer mit der persönlichen Beanspruchung im Ehrenamt auseinander. Wer sich engagiert, macht es in einigen Fällen bis zur Erschöpfung. Grenzen setzen, lautet also die Devise. Die Elmshorner Projektteilnehmer informieren am 22. März über Rechtliches und finanzielle Rahmenbedingungen. Wenn das Geld für Projekte knapp wird, heißt es kreativ zu werden. Und das sind die ehrenamtlich Tätigen – kreativ und überzeugt von dem, was sie tun. Eine Kinovorstellung schließt die EhrenamtForen-Reihe am 25. März in Rendsburg. Hier kommen Jugendliche zu Wort, die enorm engagiert ihre vielfältigen Projekte angehen und immer wieder Spaß haben.

Die Reihe der EhrenamtForen 2017 ermöglicht die Förderung durch das Diakonische Werk Schleswig-Holstein, das Deutsche Rote Kreuz Schleswig-Holstein und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes. Örtliche Unternehmen, Verbände und Städte unterstützen die regionalen Projektteams mit zusätzlichen Mitteln.

Die EhrenamtForen finden seit 2007 im jährlichen Wechsel mit den EhrenamtMessen statt. Eine Übersicht der Forentermine und -orte sowie laufend aktualisierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.ehrenamtmesse.de einsehbar.

Kontakt:

Susanne Böttger

Leiterin EhrenamtNetzwerk Schleswig-Holstein, Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel

Tel.: 0431/901-55 10; E-Mail: s.boettger@ehrenamtnetzwerk.de